Weg zum Justizwachtmeister/in - Landesverband des Justizwachtmeisterdienstes Schleswig-Holstein e.V.

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Weg zum Justizwachtmeister/in





Bewerbung und Auswahlverfahren


Die Zahl der Einstellungen richtet sich nach dem voraussichtlichen künftigen Bedarf an Justizwachtmeisterinnen und -wachtmeistern.
Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte an die Justizbehörde, die die Stelle ausgeschrieben hat. Feste Einstellungstermine existieren nicht. Es empfiehlt sich daher, sich zur Frage, ob und gegebenenfalls wann in absehbarer Zeit Stellen zu besetzen sind, vorab mit den in Frage kommenden Justizbehörden in Verbindung zu setzen.




Vorbereitungsdienst bzw. Ausbildungsgang


In der Regel werden die Bewerberinnen und Bewerber vor Beginn der Ausbildung für einige Zeit als Justizhelferinnen bzw. -helfer eingestellt (Beschäftigungsverhältnis nach TV-L in der jeweils gültigen Fassung). Eine vor der Einstellung in den Vorbereitungsdienst vergleichbare Tätigkeit im Justizdienst von mindestens drei Jahren kann mit bis zu drei Monaten auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden (§ 8 JWLAVO).
Der Vorbereitungsdienst dauert sechs Monate (§ 8 JWLAVO) und besteht aus der berufspraktischen und fachtheoretischen Ausbildung (§ 9 JWLAVO). Einzelheiten der Ausbildung werden von der jeweiligen Ausbildungsbehörde in einem Ausbildungs- und Unterrichtsplan festgelegt. Ein landesweit einheitliches Datum für den Beginn der Justizwachtmeisterausbildung gibt es nicht.
In der berufspraktischen Ausbildung erfolgt eine Unterweisung in alle Dienstgeschäfte nach der Dienstordnung für den Justizwachtmeisterdienst einschließlich in die der Wachtmeisterei eingesetzten Geräte und Programme der Informationstechnik. Außerdem ist ein Besuch beim Aufsichtsdienst einer Justizvollzugsanstalt und in einer anderen Justizbehörde vorgesehen.

Die fachtheoretische Ausbildung behandelt folgende Unterrichtsthemen:

1. Verfassungs-, Beamten- und Besoldungsrecht,
2. Gerichtsorganisation, Aufgaben der Gerichte und Staatsanwaltschaften,
3. Zustellungswesen und Behandlung der Postsendungen,
4. Aktenordnung,
5. Sitzungs-, Vorführungs-, Sicherheits- und Ordnungsdienst,
a) Umgang mit Rechtsuchenden und Verfahrensbeteiligten,
b) Anwendung unmittelbaren Zwangs,
c) Konfliktmanagement einschließlich waffenloser Kampfesweise,
6. Erste Hilfe.
Der Unterricht umfasst insgesamt mindestens 60 Unterrichtsstunden.
Die Anwärterin oder der Anwärter hat während des Vorbereitungsdienstes an Leistungsnachweisen drei schriftliche Aufsichtsarbeiten zu fertigen, die ihre bzw. seine Fortschritte in der Ausbildung erkennen lassen; die Themen sind den Aufgabengebieten des Justizwachtmeisterdienstes zu entnehmen (§ 12 JWLAVO).

In jedem Einstellungsgericht stehen Ausbildungsleiterinnen oder Ausbildungsleiter als Ansprechpartner zur Verfügung, die den Ablauf der Ausbildung koordinieren.
Darüber hinaus stehen auch beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig Ansprechpartner zur Verfügung.





Quelle:
http://www.schleswig-holstein.de/OLG/DE/Justizberufe/berufJustizwachtmeister.html

 
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